Häferlkaffee


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Prosit Neujahr!

Eine Premiere: Jahreswechsel in Wien! Wie wir feststellen mußten, hat man in Wien zu Silvester offenbar einen erhöhten Bedarf an Glücksschweinchen. Schon Tage vorher waren in der Innenstadt Stände mit Schweinchen in jeder nur erdenklichen scheußlichen Form und Farbe und anderen Glücksbringern wie Pilze aus dem Boden geschossen, und auch in unserer Gegend wurden plötzlich Glücksschweine auf der Straße feilgeboten. Vor der überfüllten Innenstadt hatte man mich sowieso schon ausreichend gewarnt, und so machten wir darum zu Silvester auch einen ordentlichen Bogen. Zuhause prophezeite uns das magische Blei viele Reisen, bevor es zum Silvester Special der Science Busters ins Rabenhof Theater ging. Die Show endete mit dem gewaltigen Knall eines Raketenstarts auf der Bühne, und wir machten uns mit Punsch und Prosecco bewaffnet auf zu ein Spaziergang am Donaukanal. Dort wurden ganze Arsenale von Raketen verschossen, und so gab es um Mitternacht auf Höhe des Badeschiffes reichlich umliegendes Feuerwerk zu bewundern.

Ich wünsche Euch allen ein frohes und gesundes Neues Jahr mit vielen spannenden Erlebnissen und viel Erfolg und Vergnügen bei all Euren Vorhaben!


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Backvergnügen am 2. Advent

Am 2. Advent buk ich Plätzchen. Nicht irgendwelche, sondern Krippen, ganz viele Krippen! In schwarz und weiß scharrten sich Maria und Joseph, die Heiligen Drei Könige, der Esel und die Schäfchen um das kleine Jesulein. Natürlich habe ich bei der Menge maßlos übertrieben, und das Backvergnügen entwickelte sich zu einer regelrechten Krippen-Plätzchen-Orgie – und jetzt fällt es mir auch noch schwer fällt, die Heilige Familie zu verspeisen ;-)


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1. Advent in Hamburg

Den 1. Advent verbrachten wir bei Freunden in Hamburg. Als uns der Weihnachtsbaum auf der Innenalster herüberleuchtete und über der Alsterperle die Sonne unterging, als wir später von der Brücke auf den weihnachtlich funkelnden Jungfernstieg herüberblickten, da wurde ich doch ein bißchen melancholisch… Beim Aufbauen der Maria-und-Joseph-Wanderlandschaft (Bild 4) helfen zu dürfen, tröstete aber über alles hinweg: jede Nacht wandern Maria und Joseph mit ihrem Esel, beobachtet von den Wichteln, die argwöhnisch über ihre Kristalle wachen, ein kleines Stück weiter, bis sie schließlich am Heiligen Abend im Schein zahlreicher Kerzchen ihren Stall erreichen. Genau so muß die Weihnachtszeit beginnen!


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Bunkerwanderung im Schnee

Eine weitere Etappe entlang des Westwalls, auf dem Buhlert oberhalb von Simonskall. Hier blickt an scheinbar abgelegener Stelle eine Reihe Bunker ins Tal. Nicht immer sahen wir die Betonriesen unter dem Schnee sofort. Bedrückend die engen Unterstände, die Schießscharten, die Einschußlöcher an den Außenwänden. Einfach unbegreiflich bleibt mir, wie man in so etwas Destruktives wie Krieg einen solchen Aufwand, an Material, an ausgeklügelter Technik, investieren kann… Am Ende unserer Wanderung kam dann sogar noch die Sonne heraus.


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Menschheitsgeschichte auf der Spur.

Karfreitag im Neanderthal. Direkt vom Flughafen hierher, in aller Frühe, erkundeten wir das schöne Tal um die Düssel, das sich in eine dünne Schneedecke gehüllt hatte. In den Wildgehegen versteckten sich die Auerochsen im Nebel, und ich beneidete die Wisente um ihr dickes Fell (Bilder 5-6). Eine echte Enttäuschung war hingegen das Neanderthal-Museum, das sich immerhin rühmt, die größte Anzahl von Neanderthaler-Rekonstruktionen auszustellen, sämtliche Klischees bis hin zur geschminkten Neanderthalerin mit Handtasche inklusive (Bilder 7-8). Auch sonst strotzte die Ausstellung, die versuchte, einen Bogen von den ersten Menschen bis heute zu spannen und so schnell mal ein steinzeitliches Massengrab mit Hitler assoziierte, nur so vor gefährlichen Vorurteilen und Plattitüden. An der rekonstruierten Fundstelle, wo 1856 der erste erkannte Neanderthaler im Kalksteinbruch zutage kam, konnte man sich ähnlich Belangloses über Kopfhörer anhören (Bilder 9-10). Also lieber zu einer Wanderung durch die verwunschene Landschaft, um die Aura des Ortes zu erleben.


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Auf nahöstlichen Spuren in München

Ausflug nach München zum interdisziplinären Forum “Forschung zur Kunst und Kultur des Nahen Ostens – zwischen allen Stühlen oder mittendrin?” (s. pdf). Wohlgemerkt: Forschung heute, nicht Kunst heute – also eine gute Gelegenheit, die neusten Gedanken zu meinem Wüstenschloß auszuprobieren. Mein Vortrag traf zwar auf viel Kritik, aber dafür war der Austausch mit den vielen Kollegen umso netter!

Trotz dichtem Programm blieb sogar noch etwas Zeit, die Stadt zu erkunden: die Pinakothek der Moderne (Bilder 1-2), mittelalterliche Elfenbeine und Renaissancebronzen im Bayerischen Nationalmuseum (Bilder 3-4), und dann besuchte ich die Surfer am Eisbach, die sich auch von den eisigen Temperaturen nicht abhalten ließen (Bilder 5-7). Ich hingegen mußte mich einwenig aufwärmen, und zwar in der Münchner Variante der Alsterperle, einem zum “Fräulein Grüneis” umgebauten Klohäuschen, mit heißem Apfelsaft mit Calvados und Brownie (Bild 8). Am Rosenmontag machte dann auch München wenig überzeugend auf Karneval (Bild 9), und das alles bei klirrender Kälte…

Programm_Forum_zur_Kunst_und_Kultur_des_Nahen_Ostens_heute_aktuell.pdf


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Wien versinkt im Schnee

Als ich am Donnerstag morgen aufwachte, schneite es – und schneite und schneite und schneite den ganzen Tag weiter… Schon morgens kam ich kaum zur Arbeit, bei Tram und Bus herrschte Chaos, und die letzten Meter kämpfte ich mich durch den zugeschneiten Währinger Park (letztes Bild). Mittags konnte ich auf dem Weg zu meinem Kurs im Kunsthistorischen Museum das Schneeparadies aus der Nähe betrachten – wunderschön! Nur als ich mich abends auf dem Weg zum Flughafen machen wollte, war ich von all dem Schnee plötzlich nicht mehr so überzeugt… Aber zum Glück hob meine Maschine mit 1 1/2-stündiger Verspätung dann doch noch Richtung Berlin ab…!

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Das Grab der schönsten Wienerin

Auf dem Kahlenberg war ich inzwischen wirklich schon oft, aber diesen kleinen Friedhof (Bild 1) hatte ich bisher nicht entdeckt – weil ich wohl immer die steile Abkürzung zum Gipfel nehme statt die Fahrstraße zu gehen… Da mußten also erst die widrigen Wetterbedingungen heute kommen, um dort das Grab der “größten Schönheit Wiens” des frühen 19. Jhs. zu entdecken (Bilder 2-3). So zumindest bezeichnete 1811 der Orientalist und spätere Gründer der Akademie der Wissenschaften Josef Freiherr von Hammer-Purgstall die Karoline Traunwieser, Tochter des Besitzers des Kahlenbergs. Weiter schreibt er in seinen unveröffentlichten Erinnerungen: “Ich kann die Empfindung des reinsten ästhetischen Gefühls, womit mich ihre Schönheit am Boden festzauberte, nur mit der vergleichen, womit ich zu Paris vor dem Apollon vom Belvedere festgewurzelt stand.” Von ihm stammt auch das Gedicht unten auf ihrem Grabstein. Und auch sonst konnte Karoline sich vor Verehren offenbar kaum retten.

Zunächst bot sich mir bei meiner kleinen Wanderung noch der volle Blick auf Wien, wenn auch leicht im Nebel liegend (Bild 5). Dann aber begann es zu schneien, und als ich oben angekommen war, war Wien schon völlig im Schnee verschwunden (Bild 6).

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Ostersonntag auf dem Kahlenberg

Unseren Ostersonntagsspaziergang machten wir auf dem Kahlenberg – eine große Runde mit einem steilen Aufstieg vom Kahlenbergerdorf (Bild 1) auf den Leopoldsberg (Bild 2) und von dort aus rüber auf den Kahlenberg und mit einem Umweg über die “4 Winzer” wieder herunter nach Nußdorf. Unterwegs rollten wir Ostereier im Weinberg (Bild 3), und mit den zerdetschten Eiern gab es dann eine Jause mit selbstgemachter Frankfurter Grüner Soße (Bilder 4-6). Ihr seht, wir waren dick eingepackt, denn der Winter war plötzlich zurück – unterwegs rieselte es sogar einige zaghafte Schneeflocken!

Unser Osterteller (Bild 7) vereint übrigens süße Leckereien aus Aachen – die Printenhasen -, Hamburg und Wien ;-)

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