Häferlkaffee


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Roma con gli studenti IV: Tutto il resto

Neben den Geländebegehungen ergänzten zahlreiche Museumsbesuche unser Besichtigungsprogramm in Rom. In den Museen verteilten wir immer Aufgaben, so daß jeder mal drankam. Nur in den Vatikanischen Museen konnten wir unser gewohntes Vorgehen nicht durchziehen, denn die Menschenmassen, die sich durch das Museum schieben, haben sich in den letzten Jahren nochmal unfaßbar potenziert. So war schlicht kein Innehalten mehr möglich. Den Vatikan kann man sich als Gruppe also getrost sparen! Nachdem ich einigen Exkursionsteilnehmern im Cortile del Belvedere noch die Sarkophage erklärt hatte, trennten sich daher unsere Wege, und alle konnten einen freien Nachmittag genießen. Ich machte noch einen Umweg über die Raffael-Stanzen – trotz Gedränge beeindruckend in ihrer Farbigkeit – und nutzte dann meine freie Zeit unter anderem für einen Besuch in meiner Lieblings-Gelateria Fata Morgana. Die hat inzwischen mehrere Filialen in der Stadt, und mein Lieblings-Gusto “Kentucky” (Schokolade mit Tabak) schmeckt nun auch nahe der Spanischen Treppe unglaublich gut :-)

Wieder vereint erschloß sich unsere Gruppe auf zwei Stadtspaziergängen die Topographie der urbs. Zunächst marschierten wir die Servianische Stadtmauer vom Largo Susanna bis zum Auditorium des Maecenas ab und vergegenwärtigten uns dabei immer wieder, ob wir gerade innerhalb oder außerhalb der republikanisch-augusteischen Stadt standen. Für mich ein besonderes Highlight war dann unser Spaziergang rund um den Testaccio bis zur Tiberinsel. Neu als kleiner archäologischer Park hergerichtet, den ich auch noch nicht kannte, sind die Ruinen der sogenannten Porticus Aemilia. Was war dieses monumentale Bauwerk in Tibernähe, dessen Grundriß auf der Forma Urbis überliefert ist und das bis vor Kurzem als sicher datiertes, frühestes Beispiel für Retikulatmauerwerk galt: eine Portikus ungewöhnlicher Form, ein Getreidespeicher (horreum), Schiffshäuser (navalia) oder noch was anderes? Nachdem an der Tiberinsel nicht nur das Ende unseres Tiberspaziergangs, sondern auch unserer Exkursion erreicht war, stattete ich noch der Fontana di Trevi den obligatorischen Besuch ab. Diesmal kam ich allerdings nicht dazu, meine Münze ins Wasser zu werfen, denn der Brunnen wird gerade restauriert. Vor einem Foto des zentralen Neptun mit kleinem Wasserbecken davor hätte ich zwar die Möglichkeit gehabt, mit dem Selfie-Stick ein Foto von meinem Münzewurf zu machen – aber ich lehnte dankend ab und hoffe, daß ich trotzdem bald wieder nach “bella Roma” kommen werde!

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Roma con gli studenti III: Nel suburbio

Rom war natürlich nicht nur wunderschön, sondern auch unerträglich heiß. Also nichts wie raus aus der Stadt und weg von den ganzen Autos, dem Lärm und dem Trubel! Mit Metro und Bus fuhren wir bis zur Kreuzung der Via di Tor Carbone mit der Via Appia antica, um von dort stadteinwärts zu wandern. Es war himmlisch ruhig auf der Via Appia! Wir erkundeten zunächst die von Luigi Canina Mitte des 19. Jhs. pasticciohaft neu zusammengesetzten Grabbauten und grübelten über Statuen- und Relieffragmente am Wegesrand. Bei Capo di Bove besichtigten wir im neuen Besucherzentrum die Fundamente einer Villa des 2. Jhs., und am Mausoleum der Caecilia Metella wurden schließlich Aufgaben verteilt: jeder dürfte ein Stück der in der Fassade des Castrum Caetani verbauten Skulpturen- und Ornamentfragmente bestimmen. Für mich war es der schönste Tag der Exkursion – es gab einfach soviel zu entdecken und das ganz ohne hilfreiche Schildchen, die einem die Antwort vorsagen!

Als Abschluß unseres Appia-Spaziergangs hätten wir eigentlich das Scipionengrab besuchen sollen. Aber was wäre ein Romaufenthalt ohne sciopero der Verkehrsbetriebe, der just für den Tag angesetzt war, an dem wir die Via Appia geplant hatten. So sahen wir uns gezwungen, unsere Wanderung vorzuverlegen, und hatten am Ende des Tages plözlich noch etwas Zeit, die wir flugs mit einem Besuch an der Porta Maggiore und dem Grabmal des Eurysaces ausfüllten, sowie – als wirklich allerletzten Gräbern des Tages ;-) – den Grabhäuschen in der Via Statilia mit ihren Fensterguckern.

Das Scipionengrab holten wir dann wie geplant am nächsten Tag nach. Seit einigen Jahren wieder zugänglich, wenn auch nur mit Voranmeldung, ist nun nicht nur das Hypogäum selbst hergerichtet und stimmungsvoll beleuchtet, sondern auch der Platz davor mit einem kleinen Columbarium.

Noch weiter hinaus aus der Stadt ging es wiederum einen Tag später, nämlich nach Palestrina. Wenn man sich mit dem Bus nähert, sieht man schon von weitem das monumentale Heiligtum der Fortuna Primigenia, das noch immer eindrucksvoll die gesamte Stadtanlage dominiert. Im Museum war, wie auch in vielen anderen Museen in Rom, ausdrücklich die Benutzung von Selfie Sticks verboten. Die scheinen zu einer richtigen Plage geworden zu sein. In der Stadt sind sogar die ehemaligen Regenschirm-Verkäufer und lebendigen Statuen auf die nervigen Teleskopstanden umgestiegen. Ich bin trotzdem nicht schwach geworden ;-) Auch ohne ständiges Selbstfotografieren machten sich im Museum jedoch schnell ernsthafte Erschöpfungserscheinungen in der Gruppe bemerkbar – es war schließlich auch schon unser vorletzter Tag. Mit Mühe konnten wir noch einen Blick auf die Funde aus den republikanischen Nekropolen und das berühmte Nilmosaik werfen. Also schnell zur Stärkung noch ein panino con porchetta, ehe wir den Heimweg antraten.


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Roma con gli studenti II: Il Campo Marzio

Immer noch meine absolute Lieblingsgegend in Rom: Das Marsfeld. Wir begannen ganz republikanisch am Largo di Torre Argentina mit seinen vier Tempeln und arbeiteten uns über das Balbustheater und die Agrippathermen zum Pantheon mit seinem schier unerträglichen Touristenrummel vor. Im Keller einer Trattoria nahe dem Campo dei Fiori erkundeten wir die Gewölbe des Pompeiustheaters. Auf der Piazza Montecitorio erläuterte uns dann die Astrologin in unserer Gruppe, wie genau die Sonnenuhr bzw. die Meridianlinie des horologium Augusti funktionierte. Nach einem Eis bzw. für mich einem cremigem cappuccino d’orzo – mein neues Lieblingsgetränk – bei Giolitti ging es weiter zum Augustusmausoleum und der Ara Pacis. Zuletzt galt es dann schließlich noch die Frage zu klären, was genau eigentlich die Pasquino-Gruppe darstellt, an deren Sockel früher, wie bisweilen noch heute, anonyme Spottgedichte, die pasquinate, angebracht werden. Und was wäre ein Tag auf dem Marsfeld ohne ein Cappuccino – diesmal ein echter ;-) – bei S. Eustacchio – für mich immer noch der beste Cappuccino der Welt und unwiderstehlich gut!


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Roma con gli studenti I: Nel centro del potere

Ende Juni unternahmen wir eine zehntägige Exkursion nach Rom. Elf motivierte, wissensdürstige Studierende machten sich auf, mit uns die Ewige Stadt zu erkunden. Besonderes Augenmerk legten wir auf die republikanische und augusteische urbs, auch wenn wir die bedeutenden Monumente anderer Epochen natürlich nicht ganz links liegen lassen konnten. Mir machte es jedenfalls ausgesprochen Spaß, mal nicht nur die absoluten Highlights der antiken Stadt zu betrachten, sondern ganz bewußt bei den frühen Monumenten ganz genau hinzuschauen.

Bei strahlendem Sonnenschein begann unsere Tour dort, wo Roms Stadtwerdung ihren Ausgang nahm, auf das Forum Boarium an der ehemaligen Tiberfurt. Frisch renoviert erstrahlen die Tempel in neuem Glanz, während sich bei Sa. Maria in Cosmedin die Touristen schon zu früher Stunde die Beine in den Bauch stehen, um ihr Schicksal am Bocca della Verità zu testen. Nach der Mittagspause überraschte uns der angekündigte Regen leider nicht, wie geplant, in den Capitolinischen Museen, sondern am Fuß der Treppe zum Capitol. Vollkommen durchnäßt mußten wir den Rückzug antreten und am Nachmittag einen zweiten Anlauf hinauf zu Roms kultischem Zentrum unternehmen. Vom Tabularium aus blickten wir auf das in Regenwolken gehüllte Forum. Bei besserem Wetter holten wir an einem anderen Tag schließlich das Versäumte nach.

Am nächsten Tag präsentierte sich das Forum jedenfalls wieder in schönstem Sonnenschein. Das frühe politische Zentrum rund um lapis niger und Curia konnten wir wegen Grabungen zwar nicht besichtigen, dafür war aber die Iuturna-Quelle neu hergerichtet, ihr Statuenschmuck war im Tempel des Romulus. In einer kurzen Pause blieb mir sogar genug Zeit für einen schnellen Spaziergang im Garten des wieder zugänglichen Hauses der Vestalinnen. Dann ging es hinauf auf den Palatin, in die neu aufbereiteten Häuser des Augustus und der Livia (in denen man leider nicht fotografieren dürfte). Wir genossen den Blick auf das Forum und die vielen Möwenfamilien, die praktisch auf jeder Säule und jedem erhabenen Stein wohnen und die Katzen als ständige Bewohner der Ruinen abgelöst zu haben scheinen.

Der Beginn der Kaiserzeit brachte auch einen neuen Bautypus: das Kaiserforum. Gerade wird in Rom am Caesar- und Augustusforum allabendlich ein Spektakel mit Licht und Projektionen aufgeführt, das die beiden Platzanlagen vor den Augen der Zuschauer in 3D wieder auferstehen lassen soll. Wir schenkten uns die Vorführungen, nutzen aber dankend die dafür aufgebauten Tribünen, während wir dem Referat zum Thema lauschten.


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Gips und noch mehr Gips

Dieses Semester gebe ich einen Kurs zur Erschließung der Gipsabguss-Sammlung unseres Instituts, zu dem auch ein Fotopraktikum gehört. Anfang des Monats besuchten wir zusammen die Gipsabguss-Sammlung der Akademie der Bildenden Künste, aus der unsere Sammlung quasi hervorgegangen ist bzw. mit der zusammen sie ursprünglich aufgestellt war, bevor sie ihre eigenen Räumlichkeiten in der Uni bekam – also sozusagen unsere ehemalige “2. Hälfte”. Die Sammlung, in einem Keller der Akademie untergebracht, ist wahrlich ein Gesamtkunstwerk! Abgüsse nach Werken aller Epochen, darunter auch noch erstaunlich viele Antiken, stehen dicht gedrängt in Regalen, auf dem Boden, an den Wänden. Sogar ein paar antike Originale sind noch dazwischen. Eine unglaubliche Atmosphäre, die sofort zum Entdecken einlädt!

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An den letzten beiden Samstagen fand dann in unserer Sammlung der Fotokurs statt. Unter der Leitung unserer Institutsfotografinnen wurden der Atlas Farnese, die Trauernde Penelope, der Spinario und weitere Statuen und Köpfe ins Visier genommen und von allen Seiten beleuchtet.

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Serbienexkursion Teil IV – Ganz im Süden

Nach zwei lustigen Abenden verließen wir Zaječar und fuhren nach Niš. Auf dem Weg dorthin bogen wir spontan bei einem braunen Schild ab und besichtigten das Feldlager Timacum Minus, wo es sogar ein kleines archäologisches Lapidarium gab (Bilder 1-2). Dann erreichten wir, malwieder zur Mittagszeit und bei brüllender Hitze, die Villa Mediana bei Niš mit aufwendigem Speisesaal (Bild 3) und horreum, Getreidespeicher (Bild 4). In Niš waren wir in einem Hotel hoch über der Stadt untergebracht, mit einem herrlichen Blick über die Dächer (Bild 5). Am letzten Tag der Exkursion kam dann noch einmal ein ganz großes Highlight: der Besuch von Caričin Grad ganz im Südosten Serbiens, vielleicht zu identifizieren mit der im 6. Jh. von Kaiser Justinian errichteten und wenig später wieder verlassenen Stadt Iustiniana Prima. Die Ausgräber, die an einem Sonntag extra aus Belgrad angereist waren, gaben uns eine hinreißende Führung durch die idyllisch auf einem Hügel mit weitem Blick in die Landschaft gelegene Stätte (Bilder 6-8). Danach gab es dann noch ein großes Abschiedsessen in Leskovac, einer Stadt, die berühmt ist für ihre Ćevapi (Bild 9). Und dann mußten wir uns auch schon wieder aus Serbien verabschieden. Auf der langen Rückfahrt von Niš nach Wien besuchten wir noch kurz das Kloster Ravanica mit seiner typischen umwehrten Form (Bild 10), wo ich einen hervorragenden Rosmarinschnaps aus dem klostereigenen Kräuergarten erstand – und dann kamen wir, nach fast 3 Stunden an der serbisch-ungarischen Grenze, abends wieder in Wien an.

Schön war’s! Erstaunlicherweise ist nichts schief gegangen, und das Land ist einfach so schön, und die Menschen so freundlich – ich werde sicher wiederkommen!

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Serbienexkursion Teil III – Ab ins Landesinnere

Nach unseren Erkundungen rund um Kladovo verließen wir die schöne Donau und fuhren ins Landesinnere. Nun begann ein richtiges Abenteuer, die Suche nach Šarkamen, einem kleinen Ort abseits der Hauptstraße mit einer befestigten Anlage und einem Mausoleum ähnlich dem Kaiserpalast von Gamzigrad, vor dem mich aber alle serbischen Kollegen gewarnt hatten, er sei schwer zu finden und es gäbe eh nichts zu sehen. Wir – und vor allem unser bewundernswert gelassener Busfahrer Slatko – ließen uns nicht abschrecken und fuhren mit dem großen Bus über unbefestigte Wege ins Nirgendwo. Und dort suchten – und fanden – wir die dann doch nicht sooo bescheidenen Reste (Bilder 1-3).

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Abends ging es weiter nach Zaječar. Das erste Bild zeigt den Hauptplatz, im Hintergrund unser übliches Hotelhochhaus und der Bus. Nach langer Suche fanden wir am Fluß Timok endlich ein Restaurant und wurden dafür mit umso mehr Stimmung und schmackhafter Grillplatte belohnt. Einige unserer Studis tranken gleich Brüderschaft mit den Gästen am Nebentisch und tanzten wohl die ganze Nacht mit ihren neuen Freunden ;-)

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Am nächsten Tag fuhren wir nach Felix Romuliana, zum Altersruhesitz des Kaisers Galerius. Die Ausgräber, die mich hier letztes Jahr so großzügig bei sich aufgenommen hatten, waren dieses Jahr leider noch nicht da. Also erkundeten wir auf eigene Faust das Palastareal mit seinen gewaltigen Türmen (Bild 2) und Tempeln (Bild 3) und stiegen hinauf zum Hügel Magura mit den Grabmälern, in denen angeblich Galerius und seine Mutter beigesetzt waren (Bild 1 zeigt den Spaziergang zurück ins Tal, wo man die Palastanlage sieht). Wie an allen Tagen war es mit Temperaturen um die 40° C übrigens brüllend heiß, und natürlich waren wir immer genau zur Mittagszeit im Gelände ;-) Daher waren ab und zu auch ein paar Schattenpausen nötig…

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