Häferlkaffee

Neue Eis-Tipps – einmal quer durch Berlin!

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Angeregt von diesem Artikel unternahmen wir am Wochenende – passend zu den tropischen Temperaturen – eine Eiscreme-Tour in Berlin, einmal quer durch die Stadt. Zwischen den einzelnen Stationen waren wir mit dem Fahrrad unterwegs. Wir begannen bei Nunzio in Steglitz, einem kleinen, unscheinbaren, aber sehr netten Café in einer Seitenstraße der Schloßstraße, in dem es neben Eis auch Kaffee und Kuchen gibt. Die Eisauswahl ist auf vier Sorten beschränkt, doch diese waren (mit Ausnahme von ‘Kokos-Cashewkaramell’, das uns viel zu süß war) ausgesprochen lecker. ‘Karls Erdbeersorbet’ und ‘Rausch-Schokoladensorbet’ überzeugten durch ihren intensiven, klaren Geschmack und sind im Rückblick unser Favorit des Tages! Dazu war dies mit 1,60 € pro großer Kugel die günstigste Eisdiele im Test. Fazit: Unbedingt vorbeischauen, wenn ihr im Berliner Südwesten unterwegs seid!

Weiter ging es bei Jones in der Schöneberger Goltzstraße. Hier erwartete uns die Qual der Wahl kreativer Eissorten. Dazu werden die Eiswaffeln frisch im Laden zubereitet. Außerdem gibt es selbstgebackene Cookies. Wir probierten ‘Black Sesame’ (erinnerte mich an Vietnam ;-) ), ‘Whisky Pecans’ (den Whisky schmeckte man nicht raus), ‘Cheesecake’ und das sehr intensive ‘Bonanza Coffee’, zu einem Preis von 2,00 € pro Kugel. Das Eis erinnert an amerikanisches Eis, sowohl von den Sorten als auch von der Cremigkeit und Süße her. Insgesamt war das Eis sehr gut, und die vielen verrückten Sorten sind natürlich sehr verlockend! Die selbstgebackene Waffel war zwar lecker, uns war es aber dann kombiniert mit dem Eis aber doch etwas zu süß.

Unsere nächste Station war Woop Woop Icecream in Mitte. Direkt an der befahrenen Rosenthaler Straße gelegen hatte dieser Laden sicher die unattraktivste Location der vier getesteten Eisdielen. Es gibt nur fünf Sorten zur Auswahl, aber es geht auch eher um den Budenzauber: das Eis wird nämlich für jeden Kunden ganz frisch zubereitet und mit flüssigem Stickstoff gekühlt. Dadurch ist es unheimlich cremig und wirklich ganz frei von Eiskristallen, wodurch es einen sehr feinen Schmelz hat. Allerdings kann man pro Portion nur eine Sorte wählen, wobei es die kleinste Portion für 4,40 € gibt. Wir nahmen ‘Pure Pistacchio’ und ‘Wildberry-Acai-Sorbet’. Beides schmeckte sehr lecker und war zum Glück nicht so süß.

Was ich, als Eis-Fetischistin, nämlich nie gedacht hätte: Nach den ersten beiden Eisläden hatten wir eigentlich schon genug Eis für den Tag! Die Wege zwischen den Stationen waren auch einfach nicht lang genug, um den süßen Geschmack im Mund wieder etwas zu neutralisieren… Aber wir blieben tapfer! Nach einer Pause im Weinbergspark fuhren wir weiter zu unserer letzten Station, dem Tribeca im Prenzlauer Berg nahe dem Kollwitzplatz. Hier ist das Eis vegan und verzichtet auf raffinierten Zucker, künstliche Aromen und Zusatzstoffe, womit es vom Konzept her an eine meiner favorisierten Eisdielen in Wien, das Veganista, erinnert. Wir kosteten ‘Banane-Pecannuss’, ‘Erdbeer’, ‘Raw Chocolate’ und ‘Kiwi’. ‘Raw Chocolate’ war wirklich unheimlich gut, schokoladig mit Knusperstückchen, dazu gar nicht süß, und auch ‘Erdbeer’ war sehr lecker, wenn auch kein Sorbet. Die anderen beiden Sorten vermochten uns nicht zu überzeugen. Zudem war dies mit stolzen 2,20 € pro Kugel die teuerste Eisdiele des Tages.

Am Ende des Tages konnten wir erstmal kein Eis mehr sehen! Dafür hatten wir vier neue Eisläden kennengelernt, die wir alle empfehlen können. Testsieger unter den vier war mit Abstand das Nunzio in Steglitz – schade nur, daß wir dort so selten vorbeikommen! Daneben bleibt unser ewiger Berliner Eis-Favorit das Hokey Pokey, das wir diesmal nicht getestet haben, denn das können wir bei uns vor der Haustür ja jeden Tag genießen ;-)

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2 thoughts on “Neue Eis-Tipps – einmal quer durch Berlin!

  1. Ich hatte den gleichen Artikel gelesen (nee, hmm, dachte ich. Ob der in der Print-Ausgabe länger war? Tagesspiegel vor kurzem, aber 6 oder 8 vorgestellte Läden) und B. will jetzt unbedingt das japanische Eis in der Rudi-Dutschke-Straße ausprobieren. :) Danke für Euren Vor-Test, in Steglitz bin ich ja gelegentlich mal auf der Durchreise nach Dahlem. ;-)

  2. Diesen neuen Artikel (https://www.tagesspiegel.de/neue-eis-kreationen-aus-berlin-schoko-oder-vanille-eine-frage-fuer-eisnostalgiker/22775026.html) haben wir inzwischen auch gelesen und gleich das verrückte Softeis von Paul Möhring in Mitte ausprobiert – die Toppings sind wirklich super, das Eis alleine ist aber einfach normales Softeis und sticht nicht besonders hervor. Ward ihr schon bei dem japanischen Eis?

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