Häferlkaffee

Drei-Länder-Urlaub 3b: Slowenien – Kalter Fluß und wunderschöne Landschaft

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In Slowenien ersetzte die Nadiža unseren italienischen Pool. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber mit etwas Überwindung konnte ich tatsächlich in diesem gar nicht mal sooo kalten Bergfluß schwimmen! Auf dem Rückweg von unseren Ausflügen machten wir daher meist an unserer Lieblingsbadestelle an der Napoleon-Brücke halt, um uns zu erfrischen oder um stundenlang einfach nur die kleinen Welse im Wasser zu beobachten. Perfekt getarnt lagen sie auf der Lauer und versuchten, noch kleinere Fische zu erwischen (was ihnen zumindest in unserer Gegenwart leider nie gelang). Die wildere Soča erkundeten wir eines Tages mit dem Kanu – wenn auch nicht auf dem schnellen Teil, sondern auf dem etwas “gemütlicheren” zwischen Kobarid und Tolmin, wo es für meinen Geschmack aber immer noch zuviele Wildwasserstrudel gab. Einen ganzen Tag verbrachten wir auf und im ;-) Wasser, rasteten auf Kiesbänken und in verwunschenen kleinen Buchten und genossen – wenn wir uns nicht zu sehr auf das Wildwasser konzentrieren mußten – das Bergpanorama um uns herum.

Und dann waren da noch die schönen Wasserfälle, die wir auf unseren Wanderungen erkundeten, und die wilde Tolminka-Schlucht, die stellenweise so eng ist, daß sie an den Siq in Petra erinnert!

Insgesamt sind wir nicht so viel herumgekommen und haben nicht so viel von Slowenien gesehen, wie wir uns ursprünglich vorgenommen hatten. Dafür war es in unserer idyllischen Bergwelt einfach zu schön! Nur einmal wagten wir uns aus unserem Nest hinaus und nahmen die weite Fahrt ins Karstgebiet auf uns, um die Höhle von Postojna zu besichtigen. Die riesige Tropfsteinhöhle ist seit den 1870er/80er Jahren, als eine Höhlenbahn und elektrischen Licht installiert wurden, eine Touristenattraktion und heute vollkommen auf Besuchermassen ausgerichtet. In den immerhin 5 der erforschten 24 km Höhlengänge, die wir mit einer Führung besichtigen konnten, war es wuseliger als auf einem Flughafen – und dennoch waren die großen Säle und vielfältigen Tropfsteinformationen wirklich beeindruckend. Besonders hatten es mir auch die Grottenolme angetan, die man in einem Aquarium in der Höhle beobachten konnte. Absolutes Disneyland erwartete uns dann in der nahegelegenen Burg Predjama. Die Burg, die in ihrem heutigen Zustand aus dem 16. Jh. stammt, ist in bzw. an eine natürliche Höhle herangebaut, was aus der Ferne durchaus malerisch wirkt. Wäre da nicht wieder der ganze Rummel und das funkelnagelneue, völlig frei erfundene Pseudo-Mittelalter im Innern der Burg. Irgendwelche soliden historischen Fakten suchte man jedenfalls vergebens…

Insgesamt hat uns Slowenien sehr gut gefallen, und da wir so vieles noch nicht gesehen haben, müssen wir wohl einfach nochmal wiederkommen!

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