Häferlkaffee

Roma con gli studenti III: Nel suburbio

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Rom war natürlich nicht nur wunderschön, sondern auch unerträglich heiß. Also nichts wie raus aus der Stadt und weg von den ganzen Autos, dem Lärm und dem Trubel! Mit Metro und Bus fuhren wir bis zur Kreuzung der Via di Tor Carbone mit der Via Appia antica, um von dort stadteinwärts zu wandern. Es war himmlisch ruhig auf der Via Appia! Wir erkundeten zunächst die von Luigi Canina Mitte des 19. Jhs. pasticciohaft neu zusammengesetzten Grabbauten und grübelten über Statuen- und Relieffragmente am Wegesrand. Bei Capo di Bove besichtigten wir im neuen Besucherzentrum die Fundamente einer Villa des 2. Jhs., und am Mausoleum der Caecilia Metella wurden schließlich Aufgaben verteilt: jeder dürfte ein Stück der in der Fassade des Castrum Caetani verbauten Skulpturen- und Ornamentfragmente bestimmen. Für mich war es der schönste Tag der Exkursion – es gab einfach soviel zu entdecken und das ganz ohne hilfreiche Schildchen, die einem die Antwort vorsagen!

Als Abschluß unseres Appia-Spaziergangs hätten wir eigentlich das Scipionengrab besuchen sollen. Aber was wäre ein Romaufenthalt ohne sciopero der Verkehrsbetriebe, der just für den Tag angesetzt war, an dem wir die Via Appia geplant hatten. So sahen wir uns gezwungen, unsere Wanderung vorzuverlegen, und hatten am Ende des Tages plözlich noch etwas Zeit, die wir flugs mit einem Besuch an der Porta Maggiore und dem Grabmal des Eurysaces ausfüllten, sowie – als wirklich allerletzten Gräbern des Tages ;-) – den Grabhäuschen in der Via Statilia mit ihren Fensterguckern.

Das Scipionengrab holten wir dann wie geplant am nächsten Tag nach. Seit einigen Jahren wieder zugänglich, wenn auch nur mit Voranmeldung, ist nun nicht nur das Hypogäum selbst hergerichtet und stimmungsvoll beleuchtet, sondern auch der Platz davor mit einem kleinen Columbarium.

Noch weiter hinaus aus der Stadt ging es wiederum einen Tag später, nämlich nach Palestrina. Wenn man sich mit dem Bus nähert, sieht man schon von weitem das monumentale Heiligtum der Fortuna Primigenia, das noch immer eindrucksvoll die gesamte Stadtanlage dominiert. Im Museum war, wie auch in vielen anderen Museen in Rom, ausdrücklich die Benutzung von Selfie Sticks verboten. Die scheinen zu einer richtigen Plage geworden zu sein. In der Stadt sind sogar die ehemaligen Regenschirm-Verkäufer und lebendigen Statuen auf die nervigen Teleskopstanden umgestiegen. Ich bin trotzdem nicht schwach geworden ;-) Auch ohne ständiges Selbstfotografieren machten sich im Museum jedoch schnell ernsthafte Erschöpfungserscheinungen in der Gruppe bemerkbar – es war schließlich auch schon unser vorletzter Tag. Mit Mühe konnten wir noch einen Blick auf die Funde aus den republikanischen Nekropolen und das berühmte Nilmosaik werfen. Also schnell zur Stärkung noch ein panino con porchetta, ehe wir den Heimweg antraten.

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