Häferlkaffee

Strandbefestigung: Der Atlantikwall bei Oostende

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Nach dem Westwall bei Aachen besichtigten wir in Oostende an der belgischen Nordseeküste ein weiteres nationalsozialistisches Bollwerk: dort ist ein Abschnitt des Atlantikwalls erhalten geblieben, der 2685 km langen Linie von befestigten Stellungen, die zwischen 1942 und 1944 entlang der Küsten des Atlantiks, des Ärmelkanals und der Nordsee zum Schutz vor einer alliierten Invasion errichtet wurden. Die 60 Bauwerke, die den Strand überragen und untereinander über 2 km verbunden sind, sind museal aufbereitet. Wir brauchten fast 3 Stunden, um diese eindrucksvolle, jedoch beklemmende Anlage zu durchwandern. Immer wieder öffneten sich die niedrigen Tunnel und schmalen Gräben zu Geschützstellungen, Versorgungsbauten und Mannschaftsquartieren. Teile der Bauten, wie die Batterie Aachen, stammen sogar noch aus dem 1. Weltkrieg. Nach dem D-Day, der Landung der alliierten Truppen in der Normandie, wurden hastig weitere, landeinwärts gerichtete Stellungen gebaut, da man einen Angriff auch von dieser Seite erwartete. Aus Mangel an Zement wurden diese Bauten jedoch aus Ziegeln errichtet und nur mit einer dünnen Zementschicht überzogen, um ihnen den Anschein stabiler Bunkeranlagen zu verleihen.

Nachdem wir den Strand zunächst fast nur durch die schmalen Schlitze und Fenster der Stellungen gesehen hatten, gönnten wir uns nach der Besichtigung einen Spaziergang an Oostendes breitem Sandstrand. An der Strandpromenade, an der der einstige Prunk schon etwas bröckelt, verwöhnten wir uns mit einer ordentlichen Portion Muscheln – und weil mir das natürlich noch nicht genug Fisch war, gab es am Hafen von Oostende gleich noch Nordseekrabben. Ein rundum lohnendes Ausflugsziel!

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