Häferlkaffee

In den Felsen II

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Das absolute Highlight unserer Felsentouren in der Sächsischen Schweiz war die Wanderung zu den Schrammsteinen. Los ging es in Schmilka, einem verschlafenen kleinen Ort direkt an der tschechischen Grenze. In der Mühle mit angeschlossener Bio-Bäckerei versorgten wir uns zunächst mit leckerem Proviant. Dann spazierten wir am Fuß der Felsen entlang, bis wir über eine steile Leiter schließlich die Schrammsteinaussicht erreichten. Hier thront man in luftigen 417 m Höhe – mitten in der Landschaft, der Wind bläst einem ins Gesicht – und blickt über die Schrammsteine, am Horizont die Ziele unserer vorangegangenen Ausflüge. Das Hochgefühl läßt sich nicht beschreiben! Um uns herum spielten sich währenddessen Ehedramen ab (“Komm rüber, es ist schön hier!” – “Nein danke, ich möchte nicht weiter”…). Wir konnten uns nur schwer losreißen. Doch es ging atemberaubend weiter: über den schmalen Gratweg wanderten wir ganz oben auf den Schrammsteinen entlang. Und als wir dachten, es ginge nicht noch schöner, kam die steile Heilige Stiege, über die wir bei herrlichem Ausblick auf die Felsen uns gegenüber wieder hinab nach Schmilka stiegen. Schmilka selbst ist ein kleines kulinarisches Paradies: neben der Mühlenbäckerei gibt es dort noch das Bio-Restaurant Strandgut. Wir saßen in einem verwunschenen Garten an der Elbe. Ich freute mich so über das gute, frische Essen, teilweise sogar im eigenen Gemüsegarten angebaut – und endlich mal ganz ohne Fleisch. Denn das war eigentlich das einzige Manko an der Sächsischen Schweiz, daß es fast überall nur schlechtes, fettiges, und auch geschmacklich nie wirklich überzeugendes Essen gab.

Nach diesem einzigartigen Tag in den Schrammsteinen konnte uns die Bastei nicht mehr so recht begeistern. Da ein Besuch dieses historischen Touristenziels ja aber wohl zu jeder ordentlichen Reise in die Sächsische Schweiz dazu gehört, stiegen auch wir von Rathen aus hinauf zur bereits 1851 errichteten Basteibrücke. Dort und vor allem auf dem darüber gelegenen Aussichtspunkt begegneten uns die Touristenmassen, von denen wir bisher verschont geblieben waren. Wir flohen schnell wieder und wanderten durch den Amselgrund, mit kurzer Pause am Amselfall – einem weiteren aufziehbaren Wasserfall, den wir jedoch nicht in Aktion erlebten -, zurück nach Rathen.

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