Häferlkaffee

Friedhof der Namenlosen

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Bei strahlendem Sonnenschein kämpfte ich mich an einem Feiertag im Juni durch den Wiener Dschungel – ein aufgelassener Weg, wie sich später herausstellen sollte – zum Alberner Hafen. Neben dem verschlafenen Hafenareal befindet sich ein kleiner Friedhof, das eigentliche Ziel meines Ausflugs. Dort wurden die Wasserleichen aus der Donau bestattet, die vor der Hafenregulierung durch einen Strudel an dieser Stelle angespült wurden. Viele von den zwischen 1840 und 1940 Beigesetzten blieben namenlos. Beinahe identisch aussehende schmiedeeiserne Kreuze markieren die Gräber auf dem neueren Friedhofsteil – der ursprüngliche ist heute vollkommen verwildert -, daneben wurde 1935 eine Kapelle errichtet. Ein fast surreales Setting: der am Feiertag wie vergessen wirkende Hafen, der abgeschiedene Friedhof, die in der Sonne strahlenden Kreuze der Namenlosen…

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