Häferlkaffee

Klassizistische Wanderung

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Zurück in Wien bestieg ich an einem sonnigen Sonntag im März den Anninger. Als Route wählte ich den Josef-Schöffel-Rundwanderweg, benannt nach dem “Retter des Wienerwalds”, der in den frühen 1870er Jahren durch eine journalistische Kampagne verhindert hatte, daß ein Viertel des Wienerwalds an einen Holzhändler verkauft wurde. Los ging es im beschaulichen Mödling südwestlich von Wien, wo Schöffel später Bürgermeister war und ihm ein Denkmal gesetzt ist. Vorbei an der Othmarkirche ging es zunächst hinauf zur Ruine der Burg Mödling, wo im 13. Jh. Walter von der Vogelweide geweilt hatte. Von dort aus hat man einen hervorragenden Blick auf den gegenüberliegenden Husarentempel – ich wußte nun also, wie hoch ich noch hinauswollte… Ich überquerte die Meiereiwiese und erklomm den steilen Kleinen Anninger, bis ich endlich mein Ziel erreichte: diesen kleinen klassizistischen Husarentempel, den Fürst Johann I. von Liechtenstein 1813 vom Architekten Josef Kornhäusel zu Ehren der Gefallenen der Schlacht von Aspern hatte errichten lassen. Im Podium befindet sich eine Gruft, in der, gerahmt von zwei antikisierenden Urnen, Oberst Adolph von Dolle und vier weitere auf dem Schlachtfeld von Aspern gefallene Soldaten beigesetzt sind. Ich genoß ein bißchen die Aussicht über Mödling bis nach Wien und spazierte dann den Berg hinunter und durch das Prießnitztal zurück nach Mödling.

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