Häferlkaffee

Kulinarisches Vietnam

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Das mit Abstand Allerbeste an Vietnam war das Essen: leicht und bekömmlich und mit vielen frischen Kräutern. An jeder Ecke gab es kleine Straßenlokale, die nur aus ein paar niedrigen Plastiktischen und -stühlen und einer mobilen Küche bestanden und meist nur eine Spezialität anboten. Besonders gut schmeckte mir die Pho, die traditionelle Nudelsuppe (die eigentlich vor allem zum Frühstück gegessen wird, aber ich bevorzugte sie dann doch als Mittagessen) aus einer klaren Fleischbrühe mit mal dickeren, mal dünneren Reisnudeln, Frühlingszwiebeln und je nach Spezialität des Koches hauchdünnem Hühner- oder Rindfleisch, Garnelen oder Fleischbällchen. Roh kommen am Tisch noch frische Mungobohnensprossen, allerhand Kräuter und je nach Belieben Chili und Limettensaft hinein. So wird die Suppe beim Essen immer würziger. Ein kulinarisches Highlight der Reise war Hoi An: Nachdem wir uns für keines der überteuerten Touri-Lokale im Zentrum hatten erwärmen können, trafen wir in der Nähe unserer Pension auf eine Reihe von Lokalen am Flußufer, die nur von Einheimischen besucht wurden. Hier gab es Hen Tron, angemachte Mini-Muscheln, die auf knusprigem Reispapier gegessen werden – unwiderstehlich! Außerdem kosteten wir eine weitere Spezialität: Cao Lau, ein Gericht aus dicken Reisnudeln, die nur in Hoi An hergestellt werden. Als Vorspeise gab es zum Bier eine in Bananenblatt gekochte Mortadella. In Ho Chi Minh City gab es dann zum Abendessen Hot Pot mit Fisch oder Meeresfrüchten. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Brühe, die am Tisch mit allerhand Gemüse, Kräutern und eben Fisch, Fleisch oder wasauchimmer gekocht wird. Dazu gibt es Reisnudeln. In Ho Chi Minh City reihte sich in einer Straße ein hippes Hot Pot-Lokal an das nächste… Unser liebster Snack unterwegs war Banh Bao, ein Hefeknödel, der mit würzigem Schweinehack und Wachteleiern gefüllt war – genau die richtige Mischung aus leicht süßem Teig und herzhafter Füllung. Außerdem probierten wir zwischendurch gegrillte und frittierte Bananen und unglaublich aromatisches frisches Obst. Nur an Durian, die Stinkfrucht, die ihrem Namen alle Ehre macht, aber als Delikatesse gilt, trauten wir uns nicht heran. Das Essen war insgesamt so lecker und bekömmlich, daß ich Wochen brauchte, um mich wieder einigermaßen an die schwere österreichische Küche zu gewöhnen.

Und dann war da noch der Kaffee!!! Vietnam ist eine Nation der Kaffeetrinker. Überall gibt es kleine Cafés oder Straßenlokale, die Ca Phe zubereiten, und selbst Mopeds können zum wandelnden Barista werden. Der vietnamesische Kaffee wird in Butter geröstet, wodurch er ein karamelliges Aroma bekommt. Durch einen Filter tropft er auf zähe, süße Kondensmilch, und dann heißt es rühren, rühren, rühren. Ich konnte nicht genug bekommen ;-)

 

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One thought on “Kulinarisches Vietnam

  1. Eigentlich war ich ganz gut gesättigt, aber jetzt habe ich wieder Hunger. Das sieht alles so gut aus!

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