Häferlkaffee

Abschied aus Südostasien: Ho Chi Minh City

Leave a comment

Die letzte Etappe unserer Reise war Ho Chi Minh City. Dies war mit Abstand die modernste Großstadt, die wir auf unserer Reise besucht haben, und eine Stadt voller Gegensätze: freie Marktwirtschaft neben kolonialer Vergangenheit und kommunistischer Propaganda. Hochhäuser bestimmen neben Kolonialbauten wie dem Hauptpostamt und dem alten Rathaus das Stadtbild im Zentrum, im alten Saigon. Ho Chi Minh City ist ein Shoppingparadies, und auch wir nutzten die Gelegenheit, um uns nochmal alle vietnamesichen Wünsche zu erfüllen – wenn auch weniger in den noblen Shoppingmalls als auf dem Ben Thanh Markt, dem Herzen der Stadt, in dem man von Lebensmitteln bis Souvenirs alles nur Erdenkliche erwerben kann. Im Ho Chi Minh Museum, in dem man sogar die Plastikbecher besichtigen kann, aus denen die Bauarbeiter Wasser getrunken haben, die in irgendeinem Dorf einen Schrein für Ho Chi Minh errichtet hatten, wird der Staatsgründer wie ein Gott verehrt. Im Unabhängigkeitspalast, der in den 1960er Jahren vom südvietnamesischen Präsidenten Ngo Dinh Diem errichtet wurde, wird dem Besucher die Dekadenz der mit den Amerikanern verbündeten Südvietnamesen vor Augen geführt, während im Kriegsreliktemuseum programmatisch Bilder von Agent-Orange-Opfern neben Bildern des heute blühenden Vietnam gezeigt werden und Touris vor amerikanischen Waffen posieren.

Daneben gibt es auch in HCMC allerhand Pagoden. Unerträglich war es in der stark besuchten Pagode des Jadekaisers, die dermaßen verräuchert war, daß in allen Räumen riesige Deckenlüfter angebracht waren – was leider wenig half, wir flüchteten schnell wieder… Im hinduistischen Mariamman-Tempel war es dann überraschend ruhig (in HCMC leben auch nur wenige Hindus), und die Räucherstäbchen waren auf eines pro Person begrenzt. Hier konnten wir einen Eindruck bekommen, wie der Kult in den Tempeln Angkors einst vonstatten gegangen sein muß: die kleinen Schreine standen wie im Preah Khan eng beeinander und wurden dennoch von den Gläubigen umrundet. Besser gefiel es uns im Chinesischen Viertel. Zwischen den Häusern waren viele kleine, fantasievoll ausgestattete Pagoden verstreut, alle ein bißchen anders.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s