Häferlkaffee

Tempel des 12. Jhs.

2 Comments

Aus derselben Zeit wie der Bayon stammen noch weitere, im selben Stil errichtete Tempelanlagen in Angkor. Besonders gut gefiel uns Preah Khan, eine Stadtanlage ganz im Norden des Areals, die laut der Gründungsinschrift offenbar an der Stelle einer wichtigen Schlacht der Khmer gegen die Cham errichtet worden war. Bemerkenswert sind die vielen kleinen Schreine, die nach und nach im Innern des Tempelbezirks errichtet wurden. Sie stehen so dicht aneinander, daß zwischen ihnen teilweise nur ein schmaler Gang frei geblieben ist, der nicht einmal genügend Platz geboten hatte, um die Reliefs auszuarbeiten. Scheinbar hatte hier eine besonders große Konkurrenz geherrscht, den die Reliefs, mit denen die Außenseiten aller Schreine überzogen sind, sind besonders fantasievoll. Außergewöhnlich ist auch ein zweigeschossiges Gebäude im äußeren Tempelbezirk, das auf Säulen steht.

Völlig von einem Baum überwuchert war das Tor des kleinen Tempels Ta Som im Nordosten Angkors. Die in alle vier Himmelsrichtungen blickenden Gesichter waren wie eine kleine Ausgabe des Bayon.

In Ta Prohm, das wegen seiner Nähe zu Angkor Thom weit besser besucht ist als die Tempel im Norden, wurde uns erst richtig klar, in was für einem Disney World man sich im Park von Angkor eigentlich befindet. Preah Khan hatte schon erahnen lassen, daß die Tempel keineswegs so gut erhalten aufgefunden wurden, wie Angkor Wat sich heute präsentiert. Im Gegenteil, es wird wiederaufgebaut, was das Zeug hält… In Ta Prohm waren die Restaurierungsarbeiten gerade in vollem Gange (die “Anastilosis”, die große Errungenschaft für die Bewahrung Angkors, wie unser Lonely Planet es nannte). Dennoch präsentiert sich alles ganz naturbelassen, und zwischen den wiederaufgebauten Mauern vermitteln die gewaltigen Wurzeln, die die Ruinen überwuchern und die Dächer unter sich zusammenbrechen ließen, ein bizarres Bild von Ruinenromantik: denn während die Touris vor den malerischen Wurzeln posieren, sind die Bäume selbst längst abgetötet, und ihnen fehlt die Krone. Das war auch schon in den anderen Tempeln der Fall gewesen, aber hier in Ta Prohm mit seinen Touristenmassen, die sich auf der Jagd nach dem besten Foto vor die Wurzeln schoben, wurde die Situation schier unerträglich.

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2 thoughts on “Tempel des 12. Jhs.

  1. Wie schön, das der Blog wieder aktiv ist. Und danke für die Karte!
    Detlef

    • Unterwegs konnte ich leider nicht schreiben, und auch jetzt wird es noch einwenig dauern, bis ich mit der Reise durch bin ;-) Schön, daß die Karte angekommen ist!

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