Häferlkaffee

Angkor Thom

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Am ersten Tag muteten wir uns viel zu und erkundeten nach Angkor Wat auch noch Angkor Thom. Diese im späten 12. Jh. von Jayavarman VII gegründete Anlage war eine der größten Städte der Khmer und blieb wohl bis ins 17. Jh. ihre Hauptstadt. Schon die Toranlagen sind beeindruckend. Die Brücken über den Wassergraben sind von Göttern und Dämonen gesäumt, die jeweils an einer siebenköpfigen Schlange, einer Naga, ziehen. Den Tordurchgang bekrönen Köpfe mit vier Gesichtern, die in alle Himmelsrichtungen und somit in alle Ecken des Reiches blicken.

Dies ist auch das Charakteristikum des Bayon-Tempels, des Staatstempels von Jajavarman VII und seinen Nachfolgern. Hier gab es noch mehr Reliefs zu bestaunen, sowohl in der äußeren als auch der inneren Galerie um den Tempel herum. Die Reliefs der äußeren Galerie aus dem frühen 13. Jh. zeigen hauptsächlich die Kämpfe gegen die Cham (die wir später in Vietnam besuchten – aber dazu an anderer Stelle), angereichert mit allerhand Szenen aus dem täglichen Leben. Teilweise sind die unzähligen Reliefs nichtmal fertig geworden. Die Reliefs der inneren Galerie sind hingegen erst aus der 2. Hälfte des 13. Jhs., als der Bayon in ein hinduistisches Heiligtum umgewandelt worden war; sie zeigen Szenen aus der hinduistischen Mythologie. Am beeindruckendsten war aber der Tempel selbst, auf dessen Dach uns von den Türmen unzählige Gesichter in der Sonne anlachten.

Neben dem Bayon befindet sich ein älterer Tempel, der in die spätere Stadtanlage von Angkor Thom integriert wurde: der Bapuon, bereits in der Mitte des 11. Jhs. errichtet. Von diesem insgesamt etwas weniger gut erhaltenen Tempel hat man zumindest einen schönen Blick über den Wald – und natürlich gibt es auch hier wieder viele Reliefs ;-) Auf einer Terrasse, die mit großen, plastisch gestalteten Elefantenfiguren und Garudas, Mischwesen aus Mensch und Vogel, geschmückt ist, befindet sich der Königspalast. Wir waren leider mit unseren Kräften schon vollkommen am Ende, weshalb wir nicht mehr ins Palastareal vordrangen. Das nächste Mal… ;-) Stattdessen ging es, nach einem kurzen Blick auf eine riesige Buddha-Statue aus dem 16. Jh., zurück in unser Hotel und ab an den Pool!

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One thought on “Angkor Thom

  1. Hach, ich bekomme Fernweh…

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