Häferlkaffee

Angkor Wat

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Nach anderthalb Tagen in Phnom Penh ging es weiter nach Siem Reap. Dort, im Gebiet von Angkor, befand sich vom 9.-15. Jh. das Zentrum des Königreichs der Khmer. Schon sehr lange hatte ich davon geträumt, einmal die Tempel von Angkor mit ihren unzähligen Reliefs besuchen zu können, und nur die Sommerhitze hatte mich auf dem Reisestipendium daran gehindert, weiter nach Osten vorzudringen. Nun sollte dieser Traum endlich in Erfüllung gehen!

Als allererstes machten wir uns daher auf den Weg nach Angkor Wat, den wohl berühmtesten und vor allem meistbesuchten Tempel von Angkor. Diese im frühen 12. Jh. errichtete Anlage war wohl eigentlich mehr eine Stadt als ein Tempel, wie der Name besagt (Angkor=Stadt, Wat=Tempel). Da es aber den Göttern vorbehalten war, in Gebäuden aus Stein zu leben, waren die Wohnhäuser wohl aus Holz oder anderen ephemeren Materialien errichtet, von denen man offenbar noch keine Spuren gefunden hat (oder vielleicht auch noch gar nicht danach gesucht hat). Die verschiedenen Tempel- bzw. Stadtanlagen auf den Gebiet von Angkor entsprechen größtenteils einem recht einheitlichen Schema, so auch Angkor Wat: Es handelt sich um eine quadratische, ummauerte Anlage, die von einem breiten Wassergraben umgeben ist. Ein Steg führt auf die künstliche Insel, zunächst in ein Eingangsgebäude (gopura), von dem aus eine gepflasterte Straße auf den Tempel zuführt. Dieser ist wiederum von einer Galerie, einer Säulenhalle, umgeben, deren Rückwand mit Reliefs geschmückt ist. Detailliert wiedergegeben sind mythische Schlachtenszenen, eine Prozession von König Suryavarman II, dem Erbauer von Angkor Wat, und die 32 Höllen, in die die Sünder je nach ihrem Vergehen geschickt werden – wir konnten uns nicht sattsehen! Der eigentliche Tempel besteht aus einem Podium mit zwei Ebenen, dessen steile Stufen wir erklommen, bis wir ganz nah am zentralen Turm des Tempels waren. Beim Hinabsteigen dann passierte etwas Unerwartetes: bis dahin hatten wir uns stets in einem Pulk von Menschen bewegt – nun fanden wir uns plötzlich, abseits des Hauptweges, ganz allein in der Tempelumfriedung wieder und erkundeten eine der sogenannten Bibliotheken, der kleineren freistehenden Gebäude im Tempelareal, bei denen es sich wahrscheinlich ebenfalls um Schreine handelte.

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