Häferlkaffee

Indian Summer

Leave a comment

Der Oktober in Wien konnte mit einigen herrlich warmen und sonnigen Wochenenden aufwarten, die mich hinaus in den Wienerwald lockten. Zunächst wanderte ich auf dem Stadtwanderweg 8 hinauf zur Sophienalpe im Nordwesten Wiens. Vorbei an Wiesen voller Herbstzeitlosen und durch Wälder mit gefährlich wirkenden Pilzen erreichte ich über die Franz-Karl-Fernsicht, wo der Vater Kaiser Franz Joseph I. angeblich immer die schöne Aussicht über den Wienerwald genossen hatte, das Gasthaus auf der Sophienalpe. Im Zuge der Wiener Weltausstellung 1873 war hier ein großes Ausflugslokal entstanden, das sogar mittels einer Standseilbahn erschlossen war! Die Bahn ist längst wieder verschwunden und der Gastgartens des Lokals inzwischen wenig verlockend, so daß ich schnell zurück ins Tal wanderte. Hier stieß ich im ehemaligen Park des Hadersdorfer Schlosses auf die Türkensteine, die der Feldherr Gideon Ernst Freiherr von Laudon 1788 von der Eroberung Belgrads im 8. Türkenkrieg mitgebracht hatte. Diese osmanischen Mamorplatten hätten sein Grab schmücken sollen, doch seine Frau entscheid anders und errichtete ihm wenige Meter weiter einen Sarkophag mit trauerndem Ritter. An den Türkensieg ihres Mannes erinnern dort nur noch die türkischen Tropaia auf einer Nebenseite des Grabmals.

Landschaftlich noch viel schöner und abwechslungsreicher war am nächsten Wochenende mein Ausflug auf den Bisamberg ganz im Norden Wiens! Von Stammersdorf aus ging es zunächst durch eine Kellergasse mit lauter in den Hang eingelassenen Weinkellern. In den Weinbergen entdeckte ich zufällig einen hinreißend schönen, ganz verwunschenen kleinen Weingarten mit Ausschank, der noch dazu Wildkräuterküche und frische Salate servierte – ich konnte nicht anders als einen Salat mit selbst angebauter Cicoria catalogna zu probieren (Bild 4), köstlich! Weiter ging es auf eine Anhöhe mit herrlichem Weitblick über Wien, dann weiter durch den Wald auf die Elisabethhöhe mit der in Gedenken an Sisi 1899 errichteten Elisabethsäule (Bild 6). Von dort aus bietet sich ein toller Blick hinunter auf Korneuburg und auf die andere Donauseite nach Klosterneuburg (Bild 7). Leider war es unten im Tal an diesem Tag etwas diesig… Durch Weinberge ging es wieder zurück nach Stammersdorf.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s