Häferlkaffee

Fund in der Nachbarschaft

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Schon oft hatte ich gehört, daß es ganz in meiner Nähe, in der Seegasse, einen jüdischen Friedhof gäbe. Beim “Tag des Denkmals” bot sich mir nun endlich die Gelegenheit, diesen mysteriöse Friedhof zu besuchen. Hinter einem Pensionistenheim eher fraglicher Schönheit befindet sich auf einer kleinen Gartenfläche der älteste erhaltene jüdische Friedhof Wiens. 1540 bis 1783 wurden hier die Mitglieder der jüdischen Gemeinde bestattet, bis Kaiser Joseph II. die Bestattung innerhalb des Linienwalls verbot. Dennoch blieb der Friedhof erhalten, doch in der NS-Zeit wurden die Grabsteine teils auf dem Zentralfreidhof, teils auf dem Friedhofsareal selbst vergraben. Erst seit den 1980er Jahren werden die Grabsteine wieder freigelegt und aufgerichtet. Insofern fehlt dem Friedhof die Aura des Verfalls, der die Magie anderer alter jüdischer Friedhöfe ausmacht. Ein verborgener Ort quasi vor der Haustür bleibt er allemal…

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