Häferlkaffee

Férias em Portugal: Am westlichsten Punkt Europas

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Nach einigen Tagen in Faro ging es weiter die Algarve entlang bis nach Sagres. Unterwegs machten wir nordwestlich von Portimão einen Zwischenstopp bei den kupferzeitlichen Gräbern von Alcalar. Ich zwängte mich durch den furchtbar schmalen Gang in die kleine runde Grabkammer – doch wir hatten mehr erwartet und fuhren bald weiter zu unserem eigentlichen Ziel.

Sagres liegt neben dem Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands (Bilder 1-4). Am Kap herrscht ein unglaublicher Rummel, busseweise werden die meist deutschen Touris zu dem nichtssagenden Leuchtturm gekarrt, um nachher an einigen Ständen Allerweltssouvenirs zu erwerben. Immerhin kann man hier  die letzte Bratwurst vor Amerika essen, so auch wir, wie uns sogar per Zertifikat bestätigt wurde ;-)

Das Setting von Sagres ist dramatisch: hohe Klippen fallen zum Meer hin steil ab, in vielen Buchten befinden sich kleine Strände. Die Stadt selbst ist malwieder eher lieblos aufgemacht, ein Touri-Zentrum fest in deutscher Hand, weswegen wir hier wohl auch das in Ambiente, Bedienung und Bayern-München-Ausstattung deutscheste Lokal erlebten, das uns bisher in Portugal begegnet ist. In dem exponiert liegenden Fort rätselt man noch immer, ob es sich bei dem dort freigelgten monumentalen Steinkreis um eine Windrose, eine Sonnenuhr oder etwas ganz anderes handelt (Bild 5). Was mich an Sagres aber wirklich überzeugte war die Vielseitigkeit des Meeres. Hier ist der Atlantik nicht so kalt und in einigen Buchten auch nicht so stürmisch wie in Areia Branca, weshalb man dort entspannt schwimmen kann, während in wieder anderen Buchten die Wellen auf dem Surfbrett erobert werden wollen (und manchmal sogar dafür zu heftig sind). So schwangen auch wir uns für einen Tag nochmal auf die Boards und wagten uns in der Obhut einer Surfschule in die uns unbekannten Fluten. Am Strand fiel der deutlich größere Touristenstrom sofort ins Auge, denn dort reihte sich ein Surfkurs an den nächsten – so kam uns unser beschauliches Areia Branca trotz voranschreitender Touristifizierung wie ein kleines Paradies vor.

Nach zwei abwechslungsreichen Tagen in Sagres mußten wir wieder Richtung Lissabon aufbrechen. Nachdem die römischen Ruinen von Miróbriga eine ziemliche Enttäuschung waren – viel wieder aufgebaut und doch letztendlich wenig zu sehen (Bilder 1-2) -, war das Städtchen Alcácer do Sal eine ziemliche Entdeckung! Ganz zufällig hatten wir uns auf dem Weg zum Flughafen für eine letzte Nacht in dieser schmucken Stadt entschieden und wurden überrascht von der malerischen Lage am Rio Sado, überragt von der Burg maurischen Ursprungs, und einer vielfältige Auswahl an guten (und gut besuchten ;-) ) Lokalen. Was für ein Kontrast zu den lieblosen Städten an der Algarve! Auch hier waren wir zugegen, als die Störche als großer Schwarm (der sich leider nich so richtig fotografieren lassen wollte; Bild 5) zurückkehrten und die Nester auf den Dächern bevölkerten.

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