Häferlkaffee

Erinnerung an Napoleons Ende

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Ein weiterer Ausflug führte uns mit zwei Freunden von Aachen nach Waterloo – südlich von Brüssel -, wo am 18. Juni 1815 die napoleonischen Truppen endgültig und vernichtend geschlagen wurden. Das “Champ de Bataille” ist weniger das Schlachtfeld als ein Museum der Erinnerungskultur. Hier lassen sich fast 200 Jahre Gedenken an Napoleons Ende erleben: Kurz nach der Schlacht errichteten alle beteiligten Mächte rund um das Schlachtfeld ihre Monumente – wir besichtigten nur das von Schinkel entworfene und 1819 aufgestellte eiserne Monument Preußens in der Nähe der Farm Belle-Alliance, wo die preußischen Truppen unter Generalfeldmarschall von Blücher ihre entscheidende Schlacht geschlagen hatten (Bild 2). 1823-26 wurde auf dem Schlachtfeld der “Butte du Lion” aufgeschüttet – bekrönt von einem eisernen Löwen -, von dem aus man das ganze Gelände des Geschehens überblicken kann (Bilder 1 und 3-6). Direkt neben Hügel steht ein 1912 zum 100. Jahrestag der Schlacht von dem französischen Marinemaler Dumoulin gemaltes Rundpanorama (Bilder 7-9). 1948 wurde dann ein Wachskabinett eingerichtet, in dem neben allen Helden der Schlacht auch Napoleons mamlukischer Kammerdiener Ali zu besichtigen ist (Bild 10). Als neuste Spielart des Erinnerns kann man zwei Filme in einem Centre du Visiteur am Fuße des Löwenhügels ansehen, in denen man gleich in zweifacher Ausführung den genauen Ablauf der Schlacht erzählt bekommt. In einiger Entfernung zum Schlachtfeld gibt es außerdem zwei Museen zu besichtigen, das eine im ehemaligen Hauptquartier Napoleons mit dessen Klappbett und einigen seiner Haare, im Hof ein kleines 1912 errichtetes Beinhaus für die auf dem Schlachtfeld aufgesammelten Knochen (Bilder 11-13), das andere im kleinen Städtchen Waterloo im ehemaligen Hauptquartier Wellingtons mit eher nichtssagender Ausstellung (Bild 14). Die gegenüberliegende Kirche ist voll von Gedenktafeln an die Gefallenen aus ganz Europa (Bild 15).

In Waterloo gab es außerdem ein hervorragendes Eis beim Glacier Calao. Ich kostete Caramel au beurre salé, Spekulatius und Veilchen – unwiderstehlich, endlich malwieder ein richtig gutes Eis!

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