Häferlkaffee

Zu Besuch beim “Vater” der Spätantike

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Am 1. Mai schwänzten wir die Parade auf dem Ring und erkundeten stattdessen den Zentralfriedhof. Auf diesem weitläufigen 1870 eröffneten Areal, das zu den größten Friedhofsanlagen Europas zählt, liegt Alois Riegl begraben, Kunsthistoriker der Wiener Schule, der sich gegen die Verfallstheorie und für ein eigenständiges Kunstwollen zu allen Zeiten aussprach und somit die Spätantike rehabilitierte. Sein bescheidener Grabstein liegt versteckt zwischen anderen (Bilder 1-2). Außerdem haben hier zahlreiche andere Prominente ihre letzte Ruhestätte gefunden, die Komponisten Mozart und Beethoven (und viele andere – Bild 4), Carl von Ghega, Ingenieur der 1854 eröffneten ersten normalspurigen Gebirgseisenbahn Europas über den Semmering (Bild 5), der Architekt Theophil Hansen, der dieses Jahr 200. Geburtstag feiert (Bild 6), und – nicht zu vergessen – Falco (Bild 7). Ein wahres Jugenstiljuwel ist die Friedhofskirche von Max Hegele von 1911 (Bilder 8-10). Schließlich spazierten wir über den buddhistischen Teil des Friedhofs (Bild 11) und den alten jüdischen Friedhof (Bild 12), denn der Zentralfriedhof ist für alle Konfessionen offen.

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