Häferlkaffee

Menschheitsgeschichte auf der Spur.

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Karfreitag im Neanderthal. Direkt vom Flughafen hierher, in aller Frühe, erkundeten wir das schöne Tal um die Düssel, das sich in eine dünne Schneedecke gehüllt hatte. In den Wildgehegen versteckten sich die Auerochsen im Nebel, und ich beneidete die Wisente um ihr dickes Fell (Bilder 5-6). Eine echte Enttäuschung war hingegen das Neanderthal-Museum, das sich immerhin rühmt, die größte Anzahl von Neanderthaler-Rekonstruktionen auszustellen, sämtliche Klischees bis hin zur geschminkten Neanderthalerin mit Handtasche inklusive (Bilder 7-8). Auch sonst strotzte die Ausstellung, die versuchte, einen Bogen von den ersten Menschen bis heute zu spannen und so schnell mal ein steinzeitliches Massengrab mit Hitler assoziierte, nur so vor gefährlichen Vorurteilen und Plattitüden. An der rekonstruierten Fundstelle, wo 1856 der erste erkannte Neanderthaler im Kalksteinbruch zutage kam, konnte man sich ähnlich Belangloses über Kopfhörer anhören (Bilder 9-10). Also lieber zu einer Wanderung durch die verwunschene Landschaft, um die Aura des Ortes zu erleben.

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