Häferlkaffee

Tunesienkurs VIII: Arabische Altstädte und wenigstens ein bißchen Daily Life

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Unsere Spaziergänge durch die arabischen Altstädte glichen eher Tour de Force-Märschen (ausgegebenes Motto: “Bitte bleibt nicht stehen, um Euch was anzusehen, dafür haben wir wirklich keine Zeit…”). Wenigstens in Kairouan hatten wir einwenig Zeit, die Große Moschee aus dem 9. Jh. zu besuchen. Der Bau mit dem massiven quadratischen Minarett ist innen ein wahres Säulenmeer aus über 400 Spoliensäulen und -kapitellen (Bilder 1-4). Sogar für einen selbstständigen Bummel in der Altstadt bleib kurz vor Sonnenuntergang noch Zeit, wobei wir nach einigen Irrwegen endlich die Mosque des Trois Portes fanden, ebenfalls aus dem 9. Jh., außen mit reichem Baudekor an der Fassade, innen wieder mit Spoliensäulen (Bilder 5-7) – wie überhaupt in allen noch so kleinen Moscheen an denen wir vorbei kamen (Bild 8). Anbei noch ein paar weitere Altstadtimpressionen. Hier übernachteten wir sogar in der Kasbah, der alten Festung mitten in der Altstadt, heute in ein 5-Sterne-Hotel umgewandelt (Bilder 14-15).

Wie man auf den Bildern aus Kairouan schon sieht: in Tunesien sind alle Häuser weiß, blau, türkis und vielleicht ein bißchen grün gehalten. So war es auch in Mahdia, wo wir uns fast wie auf einer griechischen Insel fühlten. In der ersten Hauptstadt der Fatimiden war mit Abstand der schönste Fußballplatz der Reise an der Spitze der Halbinsel direkt am Meer gelegen (Bild 17). In der Nähe gab es auch wieder ein aus dem Fels herausgeschnittenes punisches Hafenbecken, diesmal viereckig (Bild 18). Außerdem ist Mahdia berühmt für das antike Schiffswrack, das vor seiner Küste geborgen wurde. Eine vom Meer zerfressene Säule aus seiner Ladung lag noch in der Altstadt herum (Bild 19), die restlichen verrückten Funde befinden sich heute in Tunis im Museum (Bild 20).

Ich würde ja gerne mehr vom tunesischen Alltag erzählen, doch der Nachteil unseres straffen Besichtigungsprogramms und unserer meist weit ab von den Innenstädten gelegenen Hotels (dazu gleich mehr im nächsten Post) war vor allem, daß wir selten die Gelegenheiten hatten, mal authentisches tunesisches Essen abseits der Hotel-Buffets kennenzulernen. Immerhin, ein paar Mal gelang uns auch das: In El Djem machten wir Halt an einem typischen Sandwich-Imbiß und probierten die tunesische Variante des Döner Kebabs (Bilder 21-22). Am letzten Tag bestand zum Glück unserer Busfahrer darauf, uns in ein typisches Grillokal am Straßenrand in der Nähe von Uthica auszuführen. Das gegrillte Lamm mit Salade Mechouia, einem Salat aus gegrilltem Gemüse, frischen Pommes und dem typischen runden Brot schmeckten einfach unwiderstehlich gut (Bilder 23-25)! Süßes gab es dann in Tunis – ein Glück machte das Museum so früh zu, daß noch Zeit blieb, in der Altstadt, wo sich ein Süßigkeitenstand an den nächsten reiht, die typischen Kekse mit Dattelfüllung zu erstehen (Bild 26) ;-)

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