Häferlkaffee

Tunesienkurs VII: Gräber

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Gräber üben ja bekanntlich eine besondere Faszination auf mich aus, und so sei ihnen hier auch ein eigener Eintrag gegönnt. Als der Bus zwischen Makhtar und Zama spontan an einem römischen Grabbau anhielt, den wir am Wegesrand erspäht hatten, ließ ich es mir deshalb auch nicht nehmen, durch den winzigen, hinter einem Dornbusch verborgenen Eingang in die Grabkammer zu kriechen (Bilder 1-3). Eine weniger aufwendige römische Grabform waren die sogenannten cupae, Fässer, die meistens über den Brandgräbern aufgemauert wurden. In Pupput waren sie dicht an dicht in kleinen Grabbezirken angeordnet (Bild 4). Die Aufbauten, die in Pupput meist modern ergänzt waren, konnten offenbar auch bemalt und mit einer Art Altar versehen sein, wie wir es in Uthica im Museum sahen (Bild 5). In Bulla Regia konnten diese Grabaufsätze offenbar auch aus Stein sein (Bild 6). Faszinierend waren aber auch die früheren Gräber. Immer wieder begegneten uns große numidische Rundgräber wie unter dem römischen Forum von Chemtou (Bild 7). In Makhtar war eine Reihe an eigentümlichen, kammerartigen Dolmengräbern errichtet, die offenbar noch in römischer Zeit weiterverwendet wurden (Bild 8). Beeindruckend war das gewaltige numidische Pfeilergrab mit seinen Quadrigareliefs in Dougga, erbaut für einen numidischen Fürsten des 3. oder 2. Jhs. v. Chr. (Bilder 9-10).

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