Häferlkaffee

Historische Landschaft

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Beklemmend war die Atmosphäre auf der NS-Ordensburg Vogelsang bei Gemünd in der Eifel. Einen ganzen Berg überzogen die Nazis von 1934-1940 mit ihrem Schulungszentrum im Heimatstil aus representativen Gemeinschaftsräumen und Platzanlagen, Kamardschaftsunterkünften in Reih und Glied und Sportstätten, erbaut von dem Architekten Clemens Klotz (Bilder 1-10). Ideologisch untermalt wurde der Baukomplex mit Monumentalreliefs von Willy Meller, dem mittelalterlichen Ordensritter und nationalsozialistischem Ordensjunker im Eingangsbereich der Anlage (Bilder 4-6), dem “Fackelträger” als vorbildlichem Deutschen am Sonnenwendplatz (Bild 7) und dem als Zielscheibe verwendeten und heute stark verwitterten Sportlerrelief am Sportplatz (Bilder 8-9). Im Schwimmbad führt einem ein monumentales Wandmosaik das Idealbild vor Augen (Bild 10).

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gelände von der belgischen Armee genutzt, die weitere Gebäude und Schuppen hinzufügten. In diese Zeit fällt auch die Räumung des auf der Bergkuppe gegenüber gelegenen Dorfes Wollseifen (Bilder 11-14) für die Anlage eines militärischen Übungsgeländes. Von Ferne wirkt es wie ein normales Dorf. Doch letzte Spuren des alten Lebens finden sich in der Kirche (Bilder 12-13), ansonsten sind die alten Häuser generischen, sterilen Funktionsbauten zur Übung des Häuserkampfes gewichen (Bild 14).

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One thought on “Historische Landschaft

  1. gruselig. echt. *schüttel*

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